Messmethoden


Radarmessungen werden in Europa zu 98% im K Band (= 24,15 GHz z.B. Traffipax, Speedcontrol, Mesta) und Ka Band (= 34,36 GHz Multanova) durchgeführt. Der Trend geht seit Jahren eindeutig zu diesen beiden Bändern. Alle von uns angebotenen Radarwarngeräte empfangen diese beiden Bänder. Zusätzlich gibts in Frankreich noch 9,90 GHz, in Holland, England, Spanien 13,45 GHz und in Scandinavien, Polen 10,52 GHz. Die Messung erfolgt auf den letzten 7 - 40 m. Radarstörer/-scrambler/-jammer funktionieren fast immer nicht!
Schutz: Radarwarner
portabel oder Festeinbau
Optional: Blackbox gegen Fehlalarme

Radarmessung
Infrarotmessungen wie z.B. die Leica XV2 mit Videodokumentation (u.a. zugelassen in der Schweiz), funktionieren ähnlich wie Radarmessungen (Messung auf den letzten 43 - 50 m), nur eben auf einer anderen Frequenz im infraroten Lichtbereich. Herkömmliche Radarwarner oder Laserwarner u. Laserstörer funktionieren hier nicht, da die Frequenzen nicht identisch sind!
Schutz: Infrarotstörer
Infrarotmessung
Lasermessungen sind ebenfalls in ganz Europa verbreitet. Die Dauer einer Messung beträgt ca. 0,3 Sekunden. Mit einem Warngerät können Sie jedoch bei direkter Messung nur noch Abbiegen, Umdrehen oder andere Fahrzeuge passieren lassen. Bremsen ist bei einer direkten Messung unmöglich. Neue Lasermessysteme können ihre Messungen bis zu 1000 m durchführen. Laserwarner empfangen aber auch die Streustrahlung von vorausfahrenden oder folgenden Fahrzeugen, die gemessen wurden. Laserstörer verhindern gar eine Messung.
Schutz: Laserwarner portabel oder Festeinbau (siehe Radarwarner), Laserstörer
Lasermessung
Lichtschrankenmessungen sind auch sehr verbreitet. Es gibt keine verlässlichen Warngeräte für diese Messungen. Auch die Lichtschranke selbst ist schwierig zu stören oder zu scannen. Die Funkverbindung zur Kamera ist der Schwachpunkt dieser Meßsysteme. Beweisfotos können so verhindert werden. Die Lichtschranke selbst arbeitet auf 670 nm, also im infraroten Bereich.
Schutz: Lichtschrankenschutz
Lichtschrankenmessung
Einseitensensor ES 1.0 oder auch Optospeed genannt, ist neu auf dem Markt und noch wenig verbreitet. Findet man z.B. in Holland. Das Funktionsprinzip ist ein anderes, als bei herkömmlichen Lichtschranken. Optische Sensoren reagieren auf Helligkeitsunterschiede und werten diese Änderungen anschliessend aus. Hier wird also nichts ausgesendet, lediglich empfangen, nämlich Licht. Die Kamera wird entweder per Kabel oder wie bei den Lichtschrankenmessungen per Funk ausglöst.
Schutz: Lichtschrankenschutz (nur bei per Funk ausgelösten Kameras) Defuser
Starenkästen und Rotlichtampeln, die mit in der Fahrbahn eingelassenen Kontaktschleifen arbeiten (z.B. Schweiz), senden ebenfalls keine Strahlung für Warngeräte aus. Da sie aber an feste Standorte gebunden sind, ergibt eine dauerhafte Erfassung dieser Messpunkte per GPS einen Sinn. Versch. Systeme für Holland, England, Schweiz (Pager) usw.
Schutz: GPS-Locator usw.
Starenkasten
Videonachfahrsysteme mit geeichtem Tacho werden oft auf Autobahnen verwendet. Eine Massenabzocke ist mit dieser Messmethode jedoch nicht möglich. Nur einzelne Fahrzeuge können abkassiert werden. Um eine Geschwindigkeitsübertretung nachzuweisen, muss das Messfahrzeug eine längere Distanz von 400 - 500 m mit gleichmässigem Abstand folgen. Wird also zwischenzeitlich stark beschleunigt oder abgebremst, kommt der Messtrupp in Schwierigkeiten. Bei anderen Verstössen, wie dichtes Auffahren, Ausblinken, Ausbremsen, rechts Überholen etc. reicht der einmalige Videobeweis.
Schutz: Videokamera Locator
Videonachfahrsystem
Brückenabstandsmessungen werden häufig unmittelbar vor Autobahnbrücken gemacht. Am rechten Standstreifen kann man alle 50 m weisse Striche erkennen. Diese dienen zur Beweissicherung, da die Striche von Hand vermessen wurden und somit als geeicht gelten. Auf der Brücke sind 2 Videokameras im Einsatz, eine für die Ferne und die zweite für die letzten 50 Meter. Zusätzlich ist immernoch Laser oder Radar mit im Spiel, um ein schönes Frontfoto vom Drängler zu machen. Diese Fotoeinheit steht meist unmittelbar nach der Brücke. Den Abstand nicht eingehalten hat man, wenn man über eine Distanz von mind. 250 m zu dicht aufgefahren ist.
Schutz: Radar- u. Laserwarner portabel oder Festeinbau

Empfohlene Einbaupositionen:

1 portable Radarwarner u. Laserwarner - unter Sonnenblende oder auf Konsole (freie Sicht für Laser!)
2 Festeinbau Radarempfänger - hinter Stoßstange oder Kühlergrill (kein Metall!)
3 Festeinbau Laserantenne - am Rückspiegel oder hinter Kühlergrill (freie Sicht für Laser!)
4 Festeinbau Laserwarner u. Laserstörer - in Stoßstange oder Kühlergrill (Mindestabstand + freie Sicht für Laser!)
5 Lichtschrankenschutz - auf Konsole oder hinter Kühlergrill/Stoßstange (kein Metall!)
6 GPS Locator - auf Konsole
7 Infrarotstörer - auf Konsole oder hinter Rückspiegel oder in Stoßstange oder Kühlergrill (freie Sicht für Infrarot!)
8 Defuser - seitliche Blinker
9 Videokamera Locator - hinterer rechter Fahrgastraumbereich
optional: Blackbox - auf Konsole oder hinter Stoßstange oder Kühlergrill (kein Metall!)

Ein ideal geschütztes Fahrzeug sollte dann ungefähr so aussehen. Je nach Fahrzeugtyp gibts natürlich Abweichungen.